Der Okklusale Kompass

Einsendeschluss 21. Juni 2019

Teilnahmegebühr 79 €

Gewinn: 3.000 € für den Erstplatzierten

Ausschreibung

Zum Vermächtnis von Michael Heinz Polz gehört der Okklusale Kompass. Er zeigt auf Kauflächen die Bewegungsrichtungen der Antagonisten an und hilft so dabei, Kauflächen funktionsgerecht zu gestalten und die nötigen Freiräume einzuhalten. Mit dem gleichnamigen Wettbewerb um den Okklusalen Kompass erweist die teamwork media GmbH Michael Heinz Polz zum zehnten Mal die Ehre, möchte aber auch prüfen, ob der für funktionellen Zahnersatz so wichtige Okklusale Kompass heute noch angewandt und verstanden wird. Der Wettbewerb gilt als DER zahntechnische Leistungsvergleich und findet alle zwei Jahre statt. Neben einem attraktiven Preisgeld für den Erstplatzierten erhalten die Sieger vergoldete Münzen und vor allem Renommee. Gesponsert wird das Preisgeld von Dentalfirmen. Einsendeschluss der Wettbewerbsunterlagen ist der 21. Juni 2019.

Die teamwork media GmbH, die Juroren und Sponsoren wünschen allen Teilnehmern ein gutes Gelingen und viel Erfolg beim 10. Internationalen Wettbewerb um den Okklusalen Kompass. Detailfragen zur Ausschreibung und zum Wettbewerbsfall beantwortet Ihnen Dan Krammer unter Fon +49 8243 9692-30 oder d.krammer@teamwork-media.de.

Der Wettbewerbsfall 2019

Der Wettbewerbsaufgabe liegt in diesem Jahr ein leicht modifizierter Patientenfall zugrunde. Er stammt aus der Praxis von Dr. Johannes Heimann und wurde von Ztm. Julia und Ztm. Michael Polz für den Wettbewerb aufbereitet.
Die Ausgangsbilder zeigen sowohl okklusal als auch inzisal einen deutlichen Verlust der Zahnhartsubstanz. Um den sich beschleunigenden Vertikalverlust aufhalten zu können, war rasches Handeln geboten. Trotzdem konnte auf die zahnmedizinische Vorbehandlung nicht verzichtet werden.
Nach Abschluss einer Schienentherapie wurde ein Wax-up erstellt und die Behandlungs notwendigkeit jedes einzelnen Zahns sowohl aus medizinischer als auch aus funktioneller Sicht kritisch überprüft. Die erarbeitete Form aus dem Wax-up wurde in das Mock-up übernommen und in den Patientenmund übertragen. Die hierin enthaltene Vertikalisierung war das Ergebnis der Schienentherapie.
Der eindeutige Patientenwunsch war es, die ursprüngliche Zahnform wiederherzustellen und die Individualität zu erhalten. Jedoch zeigte sich bei der Mock-up-Anprobe, dass der Wunsch des Patienten nicht die Zustimmung von dessen Partnerin erhielt. Die Abrasionsform der Schneidekanten, die sich automatisch aufgrund der individuellen Bewegungsdaten im Artikulator ergeben hatten und in das Mock-up überführt worden waren, fand nicht die Zustimmung der Lebensgefährtin. Unser Vorschlag, die Frontzahnversorgung daher in einem späteren Behandlungsschritt anzugehen und die nicht präparierten Zähne provisorisch zu versorgen, wurde akzeptiert. Die Zahnfarbe sollte den unbehandelten Zähnen angepasst werden.
Aus funktionellen Gründen, und um perspektivisch eine natürliche Adaptation zu ermöglichen, wurde für die Versorgung der endständigen Molaren im Unterkiefer eine Edelmetallversorgung gewählt. Die Oberkieferseitenzähne können somit mit Keramikrestaurationen versorgt werden. Geplant ist, mit der Eingliederung der Seitenzähne in der Front ein Non-Präp-Provisorium aus PMMA oder Komposit einzusetzen.
Im Detail ergab sich für die definitive Rekonstruktion folgende Behandlungsnotwendigkeit:

UK

  • Teilkrone für den Zahn 47, Krone für den Zahn 37, beide aus einer adäquaten Edelmetalllegierung.

OK

  • Die Frontzähne von 13 bis 23 als provisorische, verblockte Non-Präp-Teilkronen aus PMMA oder Komposit.
  • Vollkeramische Restauration der Seitenzähne von Zahn 14 bis 17 und 24 bis 27, geeignet für die adhäsive Befestigung.
Die Aufgabenstellung

Die Modelle müssen mit einem Primär- und Sekundär-Split-Cast versehen werden, der so gestaltet ist, dass die Magnete oder Druckknopfverbindungen von den Juroren problemlos gelöst werden können und die Kontrollfunktion uneingeschränkt möglich ist. Die Montage der Modelle im Artikulator sollte aus organisatorischen Gründen „mittelwertig“ (Bonwill-Dreieck) erfolgen. Der Artikulator soll Einstellmöglichkeiten für die Gelenkbahnneigung, die ISS und den Bennett-Winkel aufweisen. Das UK-Modell soll mithilfe des mitgelieferten Silikonbisses montiert werden. Die endgültige vertikale Bisshebung ist im Silikonbiss enthalten und darf von den Teilnehmern nicht verändert werden. Fertigen Sie bitte eine Edelmetallkrone für den Zahn 37 und eine Edelmetallteilkrone für den Zahn 47 an. Im Oberkiefer sind zur Versorgung der Zähne 14, 15, 16 und 25, 26, 27 Keramikteilkronen, für 24 ein Keramikinlay und für 17 eine Vollkeramikkrone gefordert. Die Non-Präp-Provisorien von 13 bis 23 sollten in einem Stück gefertigt werden. Die Zahnfarbe sollte sich an der Grundfar be A3 der Vita classical A1-D4 Farbskala orientieren.

Grundsätzlich ist es Ihnen nur für den Oberkiefer überlassen, mit welcher Technik und aus welchem Material Sie die Wettbewerbsarbeit anfertigen. Für die Bewertung ist es wichtig, dass alle Teile adhäsiv einsetzbar sind. Zur Abgabe der Wettbewerbsarbeiten sollen die Front- und Seitenzahnteilkronen innen nur gestrahlt und nicht geätzt werden.
In der Dynamik soll eine Front-Eckzahn-geführte Okklusion hergestellt werden. Dazu stellen Sie bitte die Gelenkbahnneigung des Artikulators im rechten Gelenk auf 38 ° und im linken Gelenk auf 43 ° ein. Für den transversalen Bewegungsraum stellen Sie am Artiku lator bitte eine ISS von 0,5 mm in beiden Gelenken und einen Bennett-Winkel von 8 ° im rechten und 12 ° im linken Gelenk ein. Die Seitenzähne sollen mit den eingesetzten Restaurationen bei der Lateralbewegung angemessen diskludieren.
Generell sollten die Wettbewerbsunterlagen sauber abgegeben werden, sodass sie wie unter realen Bedingungen vom Behandler ohne weitere zahntechnische Maßnahmen eingesetzt werden könnten.
Soweit die Aufgabenstellung. Bevor Sie sich aber jetzt Hals über Kopf in die Aufgabe stürzen, sollten Sie noch einmal tief durchatmen und sich bewusst machen, dass Sie mit Ihrer Teilnahme nicht nur Ihre zahntechnische Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, sondern auch Michael Heinz Polz und sein Lebenswerk ehren wollen. Aus diesem Grund sind für die Zähne 37 und 47 Edelmetall-Versorgungen gefordert.
Zeigen Sie, dass Sie die Philosophie von Michael Heinz Polz sowohl mit konventionellen als auch mit modernen Mate rialien und Techniken umsetzen können.

Ehrungen und Preise

Die drei Erstplatzierten erhalten Medaillen und werden beim colloquium dental im Rahmen einer Preisverleihung geehrt. Der Erstplatzierte erhält ein Preisgeld von 3000,– Euro.

Teams müssen das Preisgeld entsprechend unter sich aufteilen. Die Gewinner und deren Wettbewerbsarbeiten werden in den Fachjournalen der teamwork media GmbH auch der Zahnärzteschaft, Kollegen und der Dentalindustrie zugänglich gemacht. Die Teilnehmer mit den Platzierungen vier bis zehn werden ebenfalls namentlich (und wenn angegeben mit Namen des Labors) in der Nachberichterstattung genannt. Die drei besten Wettbewerbsarbeiten werden 2019 in der Industrieausstellung des colloquium dental in Würzburg ausgestellt. Die Preisverleihung und Präsentation der besten Wettbewerbsarbeiten erfolgt auf dem Podium des 19. colloquium dental, am Samstag, den 28. September 2019.

Alle Teilnehmer des 10. Internationalen Wettbewerbs um den Okklusalen Kompass, die ihre Arbeiten einreichen, erhalten ein kostenloses Zweijahresabonnement des Journals dental dialogue im Wert von 238,– Euro.

Sonderpreis: Beste Dokumentation
Unabhängig von einer Platzierung beim Internationalen Wettbewerb um den Okklusalen Kompass wird von der teamwork media GmbH für die beste Dokumentation ein Sonderpreis in Höhe von 1000,– Euro ausgelobt. Zwar ist die Teilnahme daran freiwillig, allerdings bietet eine detaillierte Dokumentation dem Teilnehmer die Möglichkeit, seine Arbeitsschritte kritisch zu hinterfragen und für sich und unsere Leserschaft dauerhaft festzuhalten. Die Dokumentation hat die wichtigsten Arbeitsschritte lückenlos in Wort und Bild aufzuzeigen. Die Fotodokumentation sollte digital erfolgen (bitte auf eine Bildgröße von circa 10 x 15 cm bei einer Auflösung von 300 dpi achten, um den Abdruck des Beitrags zu ermöglichen). Der Preisträger des Sonderpreises für die beste Dokumentation wird von der teamwork media Redaktion bestimmt.

Die Ausgangssituation: Deutlicher okklusaler und inzisaler Verlust der Zahnhartsubstanz. Der eindeutige Patientenwunsch war es, die ursprüngliche Zahnform wieder herzustellen und die Individualität zu erhalten.

Die Oberkieferseitenzähne sollen mit Keramikrestaurationen versorgt werden. Wichtig ist die Forderung, hier adhäsiv befestigen zu können. Für die Versorgung der Frontzähne ist ein verblocktes Non-Präp-Provisorium aus PMMA oder Komposit gefordert. Aus funktionellen Gründen, und um perspektivisch eine natürliche Adaptation zu ermöglichen, gilt es die endständigen Molaren im Unterkiefer (37 und 47) mit Edelmetallrestaurationen zu versorgen.

Da es sich bei der Mock-up-Anprobe gezeigt hatte, dass die Partnerin des Patienten die natürliche Abrasionsform der Schneidekanten, die sich aus den individuellen Bewegungsdaten des Artikulators ergeben hatte, nicht akzeptieren wollte, gilt es, die Frontzähne (13 bis 23) provisorisch zu versorgen. Die Zahnfarbe sollte den unbehandelten Zähnen angepasst werden.

Im Detail sollen für diesen Wettbewerb folgende prothetische Versorgungen angefertigt werden: Teilkrone für den Zahn 47, Krone für den Zahn 37, beide aus einer adäquaten Edelmetall-Legierung. Provisorische Non-Präp-Teilkronen aus PMMA oder Komposit für die Frontzähne von 13 bis 23 (aus einem Stück). Vollkeramische Restaurationen für die Seitenzähne von Zahn 14 bis 17 und 24 bis 27, die adhäsiv befestigt werden können.

Sponsoren

Bewertungskriterien & Jury

Die Bewertungskriterien wurden fallspezifisch ermittelt und aufgestellt; sie umfassen – neben einer durchdachten Funktion – den Gesamteindruck, die Okklusion, Präzision, Ästhetik sowie parodontal-hygienische und phonetische Gesichtspunkte, aber auch die Verwendung sinnvoller Materialien. Die internationale Jury setzt sich aus renommierten Zahntechnikern und Zahnärzten sowie Hochschulprofessoren zusammen:

Jürgen Auffarth
Oliver Dreher
Dr. Simon Haug
Dr. Johannes Heimann

Romy Meyer
Michael Polz
Gunther Seubert

Bruno Jahn
Oliver Krieger
Prof. Dr. Ulrich Lotzmann

Die Jurysitzung 2017

Michael Polz und Romy Meier

Prof. Dr. Ulrich Lotzmann und Bruno Jahn

Oliver Dreher und Gunther Seubert

Dr. Simon Haug und Oliver Dreher

Presse

Ich bin angemeldet!

Und jetzt?

Um eine Beeinflussung der Juroren zu verhindern, dürfen die Modelle, Artikulatoren und so weiter nicht mit dem Namen des Teilnehmers/der Teilnehmer oder des Dentallabors gekennzeichnet sein. Alle wettbewerbsrelevanten Unterlagen müssen daher mit einer frei wählbaren vierstelligen Kennzahl versehen werden (zumindest der Primär- und Sekundär-Split-Cast, der Artikulator und die Modelle). Diese Kennziffer ist auf dem Anmeldeformular und auf dem Umschlag des Anmeldeformulars einzutragen. So kann sichergestellt werden, dass die Juroren den Namen der Teilnehmer erst nach der Bekanntgabe der Platzierungen erfahren. Jeder Teilnehmer muss eine schriftliche Kurzdokumentation beilegen, aus der der Arbeitsablauf, die verwendeten Materialien, die Einstellwerte des Artikulators und der Grund für das Vorgehen und die Materialwahl hervorgehen. Eine Bebilderung der Dokumentation ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Da der 10. Internationale Wettbewerb um den Okklusalen Kompass von mehreren Dentalfirmen gesponsert wird, werden den Teilnehmern auch keine speziellen Materialien oder Methoden vorgegeben. Alternatv zu einer Edelmetalllegierung kann zur Anfertigung der Versorgung der Zähne 37 und 47 auch ein goldfarbenes Phantom-/ Übungsmetall verwendet werden.

Andreas Bischoff

Leitung Marketing und Kommunikation
Eventmanagement

Fon: +49 8243 9692-14
E-Mail: a.bischoff@teamwork-media.de